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Studie bzgl. Internet in der DG



Lernen und Arbeiten in der Informationsgesellschaft

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Zwischenbericht der Regierung über die Möglichkeiten des Internet in der Deutschsprachigen Gemeinschaft


2. Ausbau des Internet in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

2.1. Projektidee

Die Regierung strebt im Rahmen dieses Projektes den Ausbau des Internet sowie den erleichterten Zugang von Privatleuten und Betrieben zum Internet an. Darüber hinaus soll eine strukturierte Darstellung der Gemeinschaft mit touristischen, kulturellen, betrieblichen oder verwaltungsmäßigen Inhalten mittels eines sogenannten 'Reference-Site' ermöglicht werden.

Die Studie wird auf zwei Ebenen durchgeführt :

    Technisch

    Die Internetverbindungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft können in Synergie und durch Ausweitung der großen Belgacom-Internetinfrastruktur verbessert werden. Der Internetzugang wird durch Unterstützung der bereits in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ansässigen Internet-Provider und/oder durch Schaffung neuer Zugangsmöglichkeiten gesteigert.

    Website

    Die Einrichtung eines Reference-Site in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird geprüft. Durch Befragungen bei Betrieben, bei Gemeinden sowie bei den verschiedenen Dienststellen der Gemeinschaft soll die nötige Nachfrage ermittelt werden. Geplant ist, daß ein Grundgerüst und Basisinformationen von der Gemeinschaft auf einem eigenen Website bereitgestellt werden, dem sich öffentliche und private Anbieter mit eigenen Informationen anschließen können.


2.2. Umfrage bei den Betrieben in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Im Monat Januar 1997 hat das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft allen Mitgliedsbetrieben der Industrie- und Handelskammer einen Fragebogen bezüglich der Nutzung des Internet zugeschickt. Von den 179 angeschriebenen Firmen haben insgesamt 78 geantwortet, was einer Rücklaufquote von 45 % entspricht. In der vorliegenden Auswertung werden wir nicht auf alle Punkte des Fragebogens eingehen. Im Anhang finden Sie die detaillierten Zahlenergebnisse, die es jedem erlauben, sich ein genaues Bild der eingereichten Antworten zu machen. Wir möchten hier eher einige Schlußfolgerungen in Frage- und Antwortform präsentieren.

Besteht ein Interesse für das Internet in der DG ?

Schon an der sehr hohen Beteiligung an der Umfrage erkennt man, daß das Thema viele Firmen beschäftigt : 45% der angeschriebenen Firmen haben geantwortet . Die folgenden Grafiken stellen eine Aufteilung der teilnehmenden Betriebe nach Betriebsbranche und nach Personalbestand dar.

Nach Betriebsbranche

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Nach Personalbestand

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Die Mindest- und Höchstzahl Beschäftigter in den Firmen der jeweiligen Gruppe

Bei Betrachtung der zwei vorstehenden Grafiken kann man feststellen, daß die Antworten sich in bezug auf Firmengröße und Branche gleichmäßig verteilen. Man kann somit davon ausgehen, daß die Ergebnisse der Umfrage ausreichend repräsentativ für die Deutschsprachige Gemeinschaft sind.

Wie ist die Nutzung des Internet in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ?

Bisher nutzen 28% der Firmen das Internet, weitere 34% beabsichtigen, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Anschluß zu nehmen. Somit wären zwei Drittel der hiesigen Firmen in Kürze an das Internet angeschlossen. Die Verteilung der Nutzung nach Betriebsbranche geht aus der nachstehenden Grafik hervor.

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Bei einer Aufteilung der Firmen nach der Anzahl Personalmitglieder stellt sich die Situation wie folgt dar :

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Somit wird das Internet in erster Linie in den kleinsten und den größten Firmen genutzt. Die absehbare Entwicklung innerhalb der nächsten zwei Jahre glättet zwar einerseits die bestehenden Unterschiede in der jetzigen Nutzung, bestätigt aber andererseits, daß die Einführung des Internet in mittleren Firmen (von 6 bis 25 Personen) langsamer vollzogen wird. Dies bestätigt eine bestehende Tendenz bei der Einführung neuer Technologien in Unternehmen.

Wozu wird das Internet genutzt ?

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Aus dieser Grafik ist ersichtlich, daß alle Firmen, die über einen Anschluß verfügen, das Internet zur Informationssuche einsetzen, während 81 % die elektronische Post nutzen. Im allgemeinen sind die Benutzer recht zufrieden; auf die Frage nach dem Grad der Zufriedenheit hat niemand mit 'schlecht' oder 'sehr schlecht' geantwortet.

Sehr wichtig erscheint uns die Tatsache, daß 50% der Firmen, die das Internet nutzen, selbst Informationen zur Verfügung stellen. Sie haben also eine eigene Präsenz im Netz. Von den verbleibenden 50% haben nahezu alle Firmen vorgesehen, innerhalb der nächsten zwei Jahre eigene Informationen im Internet anzubieten. Man kann also feststellen, daß Internetnutzer schon nach kurzer Zeit die Notwendigkeit sehen, selbst Informationen im Netz anzubieten.

Aus welchen Gründen nutzen Firmen nicht das Internet ?

Was könnte Firmen dazu bewegen, einen Internetanschluß zu nehmen ?

Bei den Antworten auf diese beiden Fragen ergaben sich zahlreiche Überschneidungen, sodaß sie an dieser Stelle gemeinsam behandelt werden.

Bei den meisten Firmen, die nicht ans Internet angeschlossen sind, liegt der Grund dafür in der Tatsache, daß sie keinen direkten Nutzen in einem solchen Anschluß erkennen. Weder ihre Kundschaft, noch die Lieferanten sind dem Netz angeschlossen ; der Bedarf ist noch nicht vorhanden. Dementsprechend häufig wird angegeben, daß eine ausreichende Verbreitung des Internet bei den von diesen Firmen anvisierten Zielgruppen auch sie selbst zu einem Anschluß ans Netz bewegen würde.

Ein weiterer Grund, der sehr häufig angegeben wurde, ist die mangelnde Kenntnis des Internet und seiner Möglichkeiten. Man hört zwar viel von Internet, kennt es aber nicht. Hier würde eine ausreichende Information zahlreiche Hemmschwellen beseitigen können. So gaben viele Firmen in der Umfrage an, daß

  • mehr Information,
  • eine Woche gratis , oder etwa
  • eine genaue Aufklärung über Möglichkeiten sie zu einem Anschluß ans Netz bewegen könnte.

Schließlich scheint auch der Kostenfaktor eine Rolle zu spielen. Nur wenige gaben den Kostenfaktor als Grund an, das Internet nicht zu nutzen, doch viele erklärten, daß geringere Kosten Sie bewegen könnten, den Schritt zu machen.

Ein weiterer Grund für eine stärkere Nutzung wäre eine Verbesserung der Aufnahmefähigkeit und der Geschwindigkeit des Netzes.

Welche Informationen würden Sie im Internet zur Verfügung stellen ?

Von den zahlreichen Antworten auf diese Frage sollen hier einige beispielhaft aufgeführt werden. Folgende Informationen sind vorstellbar :

Wer würde einer Weiterbildung zum Internetspezialisten folgen ?

Die gestellte Frage lautete : « Würden Sie eine Person einstellen, die über eine Weiterbildung zum Internetspezialisten verfügt ? Würden Sie einem Teil ihres Personals die Teilnahme an einer solchen Weiterbildung ermöglichen oder ist eine solche Weiterbildung nicht nötig ? »

Die folgende Grafik faßt die Antworten auf diese Frage zusammen :

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Eine Analyse nach Firmengröße ergibt :

59% der Firmen, die Internet nutzen, würden Personalmitgliedern die Teilnahme an einem Kursus ermöglichen, und erstaunlicherweise würden ebenfalls 59% der Firmen, die Internet noch nicht nutzen, Personal zu den Kursen einschreiben. Zu bemerken wäre noch, daß von den 29%, die keinen Nutzen in einer Weiterbildung sehen, 67% das Internet noch nicht nutzen.

Ein weiteres erstaunliches Resultat ist, daß von den 46 Firmen, die Personal an einer Weiterbildung teilnehmen lassen würden, 15 nicht vorgesehen haben, sich innerhalb der nächsten 2 Jahre an das Internet anzuschließen. Das zeigt, daß ein großer Informationsbedarf besteht und Firmen bereit wären, über Weiterbildung einen Einblick in die Materie zu bekommen.

Eine Aufteilung der Firmen, die an einer Weiterbildung teilnehmen würden, nach Betriebsbranchen ergibt folgendes Bild :

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Besteht in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Interesse an euregionalen Datenbanken und Informationen ?

Das Interesse ist sehr groß : 72% der Firmen wünschen Informationen über Unternehmen in der Euregio. Informationen über Hochschulen wünschen sich 20% und über Forschungseinrichtungen immerhin noch 13%. Andere Informationen betreffen : Tourismus, Arbeitsstellen, Dienstleistungsanbieter, Medien, Marktanalysen und Finanz- und Steuerpublikationen.

Welche Rolle könnte oder sollte die Gemeinschaft spielen ?

Die Meinungen sind geteilt. 51% der Firmen sind der Meinung, daß die Gemeinschaft Anwendungen von allgemeinem Nutzen zur Verfügung stellen sollte. Man findet aber auch Stimmen, die die Meinung vertreten, daß « die Gemeinschaft sich um Ihre Aufgaben kümmern sollte, nicht aber um das Internet », dies aus Kostengründen oder weil die bestehenden privaten Initiativen ausreichen. Auch das andere Extrem ist vertreten: « Die Gemeinschaft soll eine Kontrollfunktion ausüben ».

Zusätzlich zu den in der untenstehenden Grafik aufgeführten Anwendungen wurde angeregt, vor allem im Bereich der Ausbildung tätig zu sein. Auch wurde der Vorschlag gemacht, « eine E-Mail Adresse für die Minister einzurichten, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, schnell und formlos Bemerkungen zur Politik einreichen zu können ».

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Die angeregten Diskussionsforen betrafen Themen wie Die DG in Europa, Politik, Wirtschaft, internationaler Handel. Unter Andere Dienste wurde Ausbildung und Weiterbildung, Stellenausschreibungen und Verbindungen zu andern öffentlichen Diensten vorgeschlagen.

Schlußfolgernd zu diesem Punkt könnte man die auf einem Fragebogen gemachte Bemerkung übernehmen: Die Deutschsprachige Gemeinschaft sollte eine Vorreiterrolle bei der Bekanntmachung von Internet bei den Unternehmen spielen und die Verbreitung durch Seminare, Beispiele, Aufzeichnungen etc. in Zusammenarbeit mit hiesigen Anbietern fördern.

Wie ist die Meinung über Werbung im Internet ?

Die Antworten auf diese Frage lassen sich folgendermaßen darstellen :

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Hier ist nur die Werbung im Internet selbst angesprochen worden, nicht aber die Werbung mit dem Internet. In immer mehr Werbungen erscheint jedoch, meist sehr unscheinbar die Adresse der Firmeninformationen im Internet, eine Adresse im Format « http://www.... ». Diese Adresse findet mehr und mehr Bedeutung. Man macht Werbung auf einer Internetseite, durch einen eigenen "Site im Internet" und durch die Publikation der Adresse des eigenen "Site" in allen andern Werbungen.

Was kann man aus dieser Umfrage schlußfolgern ?

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft besteht bei den verschiedenen Firmen ein sehr großes Interesse an der Thematik Internet, und vor allem auch ein großes Bedürfnis an Informationen theoretischer und praktischer Natur. Das Internet wird schon heute als Medium zur Kommunikation eingesetzt, und in kurzer Zeit werden ein Großteil der Firmen im Netz vertreten sein. Von der Gemeinschaft und ihren Diensten wird allgemein erwartet, daß sie die Einführung dieses neuen Mediums begleiten, indem sie über das Internet und seine Möglichkeiten informieren, entsprechende Weiterbildungen anbieten und im Internet selbst ein Raster mit den wichtigsten gemeinnützigen Informationen bereitstellen.


2.3. Auswertung der Kontakte mit den Gemeinden

In persönlichen Gesprächen mit den Sekretären der neun deutschsprachigen Gemeinden haben wir versucht, die Bedürfnisse der Gemeindeverwaltungen bezüglich der Kommunikation mittels Internet oder Teletext zu erkunden. Dabei wurden in einer ersten Phase die Verwaltungschefs der einzelnen Gemeinden und nicht die politisch Verantwortlichen im Bürgermeister- und Schöffenkollegium oder im Gemeinderat befragt. Die Politik soll in einer zweiten Phase mit einem konkreten Projekt konfrontiert werden.

Bei dieser mündlichen Befragung zeigte sich ein Großteil der Gemeinden eher zurückhaltend und abwartend. Begeistert von dem Projekt war keiner der Befragten, aber niemand war vollkommen abgeneigt, sich an Versuchen zu beteiligen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Gemeinden zur Zeit von vielen Stellen auf die Möglichkeiten des Internet oder des Teletexts angesprochen werden (Electrabel, SPI, IBM, Communal Life in Belgium, etc.). Alle bieten den Gemeinden, gegen Entgelt oder manche auch gratis, die Präsenz auf dem Internet bzw. Teletext an. In rein ländlichen Gemeinden besteht geringes Interesse an solchen Angeboten, die Gemeinden scheinen zu klein und der Aufwand lohnt sich nicht. In den größeren Gemeinden nimmt man meist eine abwartende Haltung ein, nur zwei Gemeinden waren bereit, eine Initiative zu ergreifen.

Keiner der Befragten ist prinzipiell abgeneigt, sich an einem Internetprojekt zu beteiligen, vor allem, wenn die Gemeinschaft die Federführung übernehmen würde. Das Interesse scheint jedoch nur solange vorzuhalten, wie keine wirkliche finanzielle Beteiligung von den Gemeinden erwartet wird. Sie sind bereit, die Informationen, die bisher in einem Faltblatt erscheinen, auch im Internet zu publizieren und eventuell auch bei punktuellen Aktionen mehr Informationen zur Verfügung zu stellen. Nach Ansicht der Befrager wird jedoch zum jetzigen Zeitpunkt kaum eine Gemeinde bereit sein, ein Personalmitglied mit der Koordination der Gemeindeinformationen zu beauftragen. Dies scheint jedoch unabdingbar, um eine regelmäßige Pflege der Daten zu gewährleisten.

Interessant erscheinen gewisse Anwendungen, die allen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden können, so zum Beispiel ein Veranstaltungskalender, ein Firmenverzeichnis oder etwa ein Vereinsverzeichnis. Die Gemeinden haben ebenfalls interessante Anwendungen vorgeschlagen, die für sie von allgemeinem Nutzen wären:

  • Verbindung zum Übersetzungsdienst in Malmedy,
  • zu einer Datenbank der juristischen Texte in deutscher Sprache ,
  • zu einer Datenbank von Musterbeschlüssen,
  • zu Informationen im Gesundheitswesen (Krankenkassen, Spitäler, ...) in deutscher Sprache.

Es folgt eine Liste der vorgeschlagenen Anwendungen mit einer kurzen Erklärung und einer Prioritäteneinschätzung.

Aktivitäten
Übersicht der Kultur- und Sportveranstaltungen mit Befragungsmöglichkeiten. Hier wäre eine gemeindenübergreifende Anwendung interessant.

  • Allgemeine Informationen zur Gemeinde
    Dies können statistische, geographische, historische Informationen über die Gemeinde sein.
  • Dringende Mitteilungen
    Dringenden Mitteilungen können auf Straßenarbeiten, Wassersperrungen, Spezialaktionen, besondere Aktivitäten hinweisen.
  • Elektronische Post
  • Festliegende Termine
  • Jahresüberblick über die festliegenden Termine in der Gemeinde: Sperrmüll, Papiersammlungen, ...
  • Formularanfrage
    Bestimmte Formulare können auf den eigenen Computer geladen und dort ausgedruckt werden.
  • Freizeitgestaltung
    Freizeitangebot fester Einrichtungen : Schwimmbad, Kreatives Atelier, Tennisplatz, ...
  • Gemeinderatsmitglieder
    Informationen über die Mitglieder
  • Gemeinderatssitzungen
    Tagesordnung der Gemeinderatssitzung, Protokoll der Sitzung
  • Gemeindeverordnungen
    Gemeindeverordnungen mit Volltextsuche
  • Gewerbeflächen
    Beschreibung der Gewerbeflächen evtl. mit Bedingungen, Kontaktpersonen, ...
  • Informationen zu den Gemeindeschulen
  • Musterbeschlüsse
    Aufbau einer Datenbank von Musterbeschlüssen in deutscher Sprache
  • Öffnungszeiten der verschiedenen Dienste
    Die verschiedenen Dienste der Gemeinde mit Standorten und Öffnungszeiten
  • ÖSHZ-Informationen über die Angebote des ÖSHZ und der jeweiligen Ansprechpartner
  • Prämien der Gemeinde-Informationen über bestimmte Gemeindeprämien und die entsprechenden Bedingungen
  • Schöffen & Zuständigkeiten
    Informationen über die Schöffen und ihre Zuständigkeitsbereiche
  • Sozialer Wohnungsbau
    Angebot und Bedingungen
  • Sport- und Kulturvereine
    Liste aller Vereine der Gemeinde. Auch hier wäre eine gemeindeübergreifende Anwendung von Interesse
  • Steuern & Gebühren
  • Tourismusinformationen
    Müßte für alle Gemeinden durch das Verkehrsamt der Ostkantone realisiert werden.
  • Welche Dokumente sind wann notwendig
    Welche Dokumente muß der Bürger bei bestimmten Amtsgängen mitbringen.
  • Wer macht was in der Verwaltung
    Liste der Personalmitglieder der Verwaltung mit diversen Befragungsmöglichkeiten
  • Wirtschaftstätigkeiten in der Gemeinde
    Beschreibung der Wirtschaftstätigkeiten, der Vorteile der Gemeinde, eventuell ein Unterverzeichnis eines allgemeinen Unternehmerregisters der Industrie- und Handelskammer.


2.4. Mögliche Struktur eines Reference-Site

Im Folgenden soll versucht werden, die Struktur eines Reference-Site für die Deutschsprachige Gemeinschaft kurz zu skizzieren. Dabei sind folgende Punkte zu beachten :

Die Gemeinschaft selbst kann für den Reference-Site nur eine Struktur sowie ein Minimum an Information administrativer und institutionneller Art zur Verfügung stellen. Der Hauptanteil der Informationen muß von anderen Anbietern aus der Gemeinschaft kommen, zu denen dann die entsprechenden Verbindungen (links) gelegt werden. Dies bedeutet jedoch, daß diese potentiellen Anbieter motiviert und geschult werden müssen

Jeder Anbieter, der sich der Struktur der Gemeinschaft anschließt, ist selbst für seine Informationen verantwortlich und kann diese frei gestalten. Gemeinsame Elemente in Graphik und Design sollen jedoch angestrebt werden.

Um den Möglichkeiten der elektronischen Medien gerecht zu werden, muß eine dynamische Struktur angestrebt werden, die zu jeder Zeit nach Bedarf verändert oder ergänzt werden kann. Dies bedeutet auch, daß der Reference-Site progressiv aufgebaut werden kann.

Der Reference-Site muß interessant gestaltet werden und regelmäßig neue Informationen anbieten. Deshalb muß besonderer Nachdruck auf eine professionnelle Gestaltung des Site und auf eine ständige Wartung der Informationen gelegt werden.

Die einzelnen Themen müssen so miteinander vernetzt werden, daß eine gleiche Information über verschiedene Wege gefunden werden kann.

Unter anderem sind folgende Inhalte möglich :

Die hier skizzierte Inhaltsangabe bedarf einiger zusätzlicher Bemerkungen :

Es handelt sich eindeutig um einen ersten Entwurf, der von den jeweiligen Verantwortlichen der einzelnen Fachgebiete, Dienste und Einrichtungen überarbeitet werden muß. Veränderungen sind sowohl vom Inhalt als auch von der Gliederung her möglich. Vieles wird sich erst im Laufe des progressiven Aufbaus des Reference-Site herauskristallisieren.

Die Gewichtung der einzelnen Bereiche wird wesentlich davon abhängen, welche Bedeutung die Verantwortlichen selbst einer Darstellung im Internet geben. Rein theoretisch kann zum Beispiel die Verbraucherschutzzentrale sich entweder mit einem Eintrag im Vereinsregister begnügen oder aber so umfangreiche Informationen bereitstellen, daß sie bereits im Hauptmenu erscheint.

Schon jetzt ist abzusehen, daß sowohl für den Jugendbereich als auch für die Bereiche Unterricht und Ausbildung eigene Sites nötig sein werden, mit eigener Struktur und eigener Möglichkeit zum Dialog. Deshalb erfolgte in der vorstehenden Gliederung lediglich der Hinweis auf den 'Jugendsite' und den zentralen 'Bildungsserver der Gemeinschaft'.

Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten des Seitenaufbaus, der Informationsverknüpfung und des Querverweises. Dies führt zu Struktur- und Gliederungsmöglichkeiten, die in einem schriftlichen Bericht nicht dargestellt werden können. Diese Möglichkeiten müssen konsequent genutzt werden, um einen möglichst interessanten und ansprechenden Reference-Site zu gewährleisten.

Prinzipiell muß versucht werden, möglichst viele interaktive Elemente in den Site der Gemeinschaft einzubauen. So sollte zum Beispiel jede aufgeführte Dienststelle, Organisation oder Vereinigung ihre E-mail-Adresse angeben und den Nutzer zum Dialog auffordern bzw. Dienstleistungen auf Abruf bereitstellen.


2.5. Allgemeine Richtlinien zur Gestaltung der Webseiten für den 'Reference-Site' der Gemeinschaft

Das Internet ist ein neues Medium, dessen Sprache seine eigene Gesetzmäßigkeit entwickelt. Auch bei der Gestaltung des Reference-Site der Gemeinschaft muß dieser neuen Sprache und ihrer Regeln Rechnung getragen werden. Aus der Lektüre der Fachliteratur und dem Besuch von Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema ergeben sich folgende Hinweise für die Informationsanbieter:

    2.5.1.Grundgedanken bei der Entwicklung von Webseiten
    • Die Benutzer des Internet lesen die Seiten nicht, sie nehmen nur eine Nachricht mit.
    • Die Benutzer des Internet investieren Zeit und Geld bei dem Besuch des Web-Site, also müssen sie bei dem Besuch einen Mehrwert erhalten.
    • Sie müssen anbieten, was der Besucher von Ihrer Firma erwartet, also keinen Mehrwert, der nicht in Verbindung mit Ihrer Firma steht.
    • Im Vergleich zum Anfang der Seite schenkt der Besucher dem Ende einer Seite noch 10% seiner Aufmerksamkeit.
    • Man muß sehr schnell erkennen, wovon eine Webseite handelt.

    2.5.2. Richtlinien bei der Entwicklung aller Webseiten

    • Die Seiten sollen für Netscape 2.02 entworfen werden.
    • Keine 'layer' , kein ' Activ-X ', Ton in RealAudio-Format.
    • In einem Menü dürfen nie mehr als 6 Optionen vorkommen, optimal wären 4 Optionen, die wichtigsten Optionen zu Beginn der Liste.
    • Bei der Nutzung von Graphiken, immer einen Titel angeben der den Inhalt des Bildes beschreibt. Wenn ein Bild zur Navigation genutzt wird, immer die Möglichkeit geben, auch ohne das Bild weiterzukommen.
    • Bei dem Aufbau der Seite immer zuerst den Text anzeigen, und dann erst die Bilder.
    • Bei verschiedenen Schriften nicht mit Bildern sondern mit verschiedenen Fonts arbeiten.
    • Bei der Nutzung von wiederkehrenden Bildern, das gleiche Bild im gleichen Format verwenden.
    • Die Bilder müssen die gesamte Nachricht der Seite unterstützen.
    • Die Bilder sollen in einer minimal Auflösung präsentiert (72 DPI ist für den Bildschirm ausreichend mit maximal 50 Farben) und auf Anfrage durch ein schärferes Bild ersetzt werden.
    • Sollten Bilder auf Wunsch aufgerufen werden, muß die Größe angegeben werden.
    • Bilder müssen sich progressiv aufbauen.
    • Alle Informationen müssen auch bei abgeschalteten Graphiken sichtbar sein.

    2.5.3. Richtlinien zur ersten Seite

    • Auf der ersten Seite darf man nicht « Scrollen ». Es soll nur eine Bildschirmseite angegeben werden.
    • Auf der ersten Seite muß angegeben werden, an wen sich dieser Site wendet und was er aussagen will. In einer kurzen Beschreibung von 5 Linien muß man erkennen, was einen erwartet.
    • Eine Graphik auf der ersten Seite darf nicht mehr als 30 KB umfassen.


2.6. Technische Möglichkeiten

Für die physische Ansiedlung der Informationen der Gemeinschaft sind verschiedene Server-Lösungen möglich.

  • 2.6.1. Miete des nötigen Speicherplatzes bei einem Internet-Provider

    Hierbei handelt es sich normalerweise um die kostengünstigste Lösung. Man zahlt nur den benötigten Speicherplatz, die Wartung des Servers übernimmt der Provider. Pro Nutzer erhält man einen speziellen Username, der es erlaubt, die eigenen Daten abzuändern. Es sind keine administrativen Schritte notwendig, um eine eigene IP-Adresse zu erhalten, man nutzt eine Adresse des Providers.

    Will man den Zugang zu eigenen Datenbanken ermöglichen (Vereinsregister, Branchenverzeichnis, Sammlung juristischer Texte, etc.), so wird von dieser Lösung abgeraten. In der Tat ist man dann für die eigenen Datenbanken von den bei dem Provider vorhandenen Programmen abhängig. Die Bindung an den Provider wird sehr stark, da die Entwicklungen systemabhängig werden.

    2.6.2. Aufbau eines eigenen Servers bei einem Internet-Provider

    Diese Lösung hat die gleichen Vorteile wie die erste Lösung. Hinzu kommt, daß der Preis unabhängig ist von der Menge der Daten, die man speichern möchte. Die Wartung der Hardware läge bei dem Provider. Bezüglich der Software ist es jedoch möglich, seine eigenen Standards festzulegen und Fremdentwicklungen in einer einheitlichen Arbeitsumgebung in Auftrag zu geben. Als Server ist eine einfacher Pentium-PC mit 64 Megabyte Arbeitsspeicher ausreichend.

    Es muß darauf hingewiesen werden, daß nicht jeder Access-Provider von dieser Lösung angetan ist. Die Kosten dürften deshalb dementsprechend hoch sein.

    2.6.3. Aufbau eines eigenen Servers bei der Gemeinschaft

    Der Vorteil liegt eindeutig darin, daß man in diesem Fall selbst Herr und Meister über das Material und die Software ist.

    Dies ist jedoch auch mit zahlreichen Nachteilen verbunden. So ist zum Beispiel der Verwaltungsaufwand sehr groß : IP-Adressen müssen angefragt, Linien gemietet, Material und Software gekauft werden. Die gesamte Verwaltung und Wartung des Systems liegt in diesem Fall in Händen der Gemeinschaft.

    Es ist jedoch durchaus möglich, daß die allgemeine Entwicklung des Internet die verschiedenen Dienste des Ministeriums dazu zwingen wird, sich für die alltäglich Arbeit sowieso ans Netz anzuschließen. In diesem Fall wäre die durch die Verwaltung eines eigenen Servers bedingte Mehrarbeit geringer. Das Ministerium hat zudem die Möglichkeit, sich kostenlos an BELNET anzuschließen.


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